Organspende rettet Leben

Gabi Molitor

Gabi Molitor

Heute steht ein Thema auf der Tagesordnung des Deutschen  Bundestages, das uns wirklich alle angeht: Die Neuregelung der Organspende wird debattiert.

Ich freue mich, dass die Fachpolitiker aller im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen einen gemeinsamen Gesetzesentwurf für eine Entscheidungslösung zur Organspende erarbeitet haben. Dieser Vorlage haben die Fraktionsvorsitzenden schon zugestimmt. Und heute geht es uns darum, die Parlamentarier für diesen Gesetzentwurf zu gewinnen – für sie ist es zu Recht eine Gewissensentscheidung ohne Fraktionszwang.

Unser Ziel ist es, mit dem neuen Gesetz mehr Menschen für die Organspende zu gewinnen und sie häufiger mit der Frage danach zu konfrontieren. Künftig sollen deshalb die Krankenkassen beim Versand der Gesundheitskarte Informationsmaterial mit Spenderausweisen beifügen. Damit wird erstmalig der überwiegende Teil der Bevölkerung unseres Landes erreicht – und dazu angeregt, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Diese groß angelegte Aktion soll in zwei Jahren wiederholt werden. Mit der nächsten Generation der Gesundheitskarte soll die Entscheidung sogar auf der Karte dokumentiert werden können. Und auch bei der Beantragung von Passdokumenten sollen die Bürgerinnen und Bürger in den kommunalen Bürgerämtern Informationsmaterial zur Organspende bekommen.

Das neue Gesetz wird deshalb zu mehr Organspendern führen und dadurch für Kranke die Wartezeiten auf ein neues Organ verkürzen. Das ist eine echte Verbesserung der Chancen auf ein Spenderorgan, denn in Deutschland gibt es nicht genug Spenderorgane, um alle Patienten rechtzeitig zu versorgen.

Für uns Liberale war von Anfang an klar, dass eine solche persönliche Entscheidung zur Organspende unbedingt freiwillig bleiben muss, auch um den Charakter der Spende zu erhalten. Dies bedeutet, dass jeder auch das Recht hat, sich nicht entscheiden zu müssen. Allen Versuchen, Druck auszuüben oder eine Entscheidung zu erzwingen sind wir vehement entgegengetreten. Wir setzen auf Freiwilligkeit statt auf Zwang!

Gabi Molitor mit ihrem Organspendeausweis

Gabi Molitor mit ihrem Organspendeausweis

Ich persönlich besitze seit Mitte der Neunziger Jahre einen Organspendeausweis. Damit gehöre ich leider noch zu einer Minderheit; Obwohl die potentielle Spendenbereitschaft in der Bevölkerung hoch ist, haben nur rund 25 Prozent einen Organspendeausweis. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Weitere Informationen zum Thema finden Sie übrigens auf den Seiten der BZgA. Machen Sie mit und treffen auch Sie Ihre Entscheidung zu diesem wichtigen Thema – Sie können damit Leben retten.

Ihre

Gabi Molitor

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2 Antworten zu “Organspende rettet Leben

  1. Dietmar Gläsener, 56237 Nauort

    Was seit Ihr für eine Partei geworden. Ihr seit so überflüssig wie ein Kropf. Wie konnte ich euch nur einmal wählen ?. Der ehem. Kanzler K.G. Kiesinger sagte einmal: “Es ist an der Zeit, dass die FDP aus allen Landtagen hinauskatapultiert wird”. Recht hat er. Ich freue mich mit vielen meiner Bekannten, Berufskollegen und sonstige auf jede Schlappe die Ihr derzeit bei den Wahlen kassiert. Ihr vertretet nicht das einfache Volk, sondern lediglich das Großkapital. Ihr seit zu dumm ums das auch zu begreifen, deshalb die widerliche Abneigung gegen euch FDP-Politiker. NRW u. SH lassen grüßen. Es wird Zeit, dass ihr zu einer Splitterpartei, wie im Saarland, verkommt.
    Dietmar Gläsener

  2. christof röbke

    Guten Tag,
    ich rate:”Der letzte und bis jetzt einzige Kommentator zum Thema Organspende ist kein FDP-Wähler”. Aber er spricht für das “Volk”, somit ist er Anhänger der SPD,der LINKEN oder der Grünen, die alles daran zu setzen scheinen Frau Merkel wieder zur Kanzlerin zu machen. Nichts anderes versucht die FDP. Also wo ist das Problem bei soviel Gemeinsamkeit.

    Aber nun zum Thema des Blogs.
    Ich habe folgende Frage:
    Wieso verdienen alle an der Organspende nur der Spender nicht?

    Der Kranke bekommt ein Organ.
    Kein Arzt, der an der Transplantation teilnimmt, verzichtet auf sein Honorar. Selbst die Reinigungskräfte die den OP vorbereiten bekommen Geld. Und es gibt Krankenhäuser, die ihrer Aufgabe mögliche Organspender zu melden mit der Begründung ablehnen, dass das Explantieren zu viele Kosten verursachen würde.
    Alle schauen auf ihren Geldbeutel und dem Spender bleibt die “Ehre”.
    Wie wäre es, wenn wenigstens die Bestattungskosten anteilig vom Staat getragen werden würden.
    Der Spruch “Was nichts kostet taugt nichts” klingt mir irgendwie in den Ohren.
    Aber nein, wie bei einigen Volsbefragungen auf Kommunalebene, wird das Volk solange befragt, bis einem die Antwort gefällt.

    Desweiteren fehlt es an einem gerütteltem Maß an Ehrlichkeit bei der Diskussion über die Organspende. Denn egal wie man es dreht und wendet, die Organe werden lebenden Menschen entnommen.
    Zitat (Wikipedia):
    “Die Bundesärztekammer als Repräsentant der Ärzteschaft bestimmt in Richtlinien die Regeln zum Nachweis des Todes. Der Gesetzgeber sollte lediglich den Punkt markieren, der als Mindestvoraussetzung für eine Organentnahme gelten muss. Daher war vorzuschreiben, dass vor einer Organentnahme stets der Gesamthirntod, also der Ausfall der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms nach Verfahrensregeln, die dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen, festzustellen ist. Damit definiert der Gesetzgeber nicht den Tod, legt aber insoweit ein Mindestkriterium für die Organentnahme fest.”

    Man definiert also einen “Organentnahmetod”, um an die Organe zu kommen. Denn den eigentlichen Tod eines Menschen zeichnet insbesondere der Zerfall der Zellstrukturen (die Verwesung) aus.
    Nur dann hat man keine Organspender sondern eine Leiche.

    Und wieso schließt man Organspendeunwillige vom Empfang von Organspenden nicht aus ?

    Aber hier wird der Staat (also wir alle), das Opfer seiner eigenen Inkonsequenz.
    Ein Straftäter, der nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde und über 18 Jahre ist ( aber von seiner geistigen Entwicklung noch Jugendlicher ist), kann weiterhin seinen Führerschein behalten, darf wählen, Geschäfte betreiben usw. Somit stellt dieser Bürger im Prinzip einen Erwachsenen dar , der alle Rechte eines Erwachsenen behält, aber wie ein Kind oder Jugendlicher bestraft wird.
    Das ganze klingt nicht sehr konsequent.

    Und das gleiche wird geschehen, wenn Organspendeunwillige vom Empfang von Organspenden ausgeschlossen werden.
    Sofort werden Bedenkenträger auftauchen, die feststellen, dass religiöse, moralische oder igendwelche an den Haaren herbeigezogene Gründe dafür sprechen, solch einem Menschen doch ein Organ zu geben. Und wenn, der einzige Grund ist, dass es sich um einen verdienten Politiker handelt, der nicht ahnen konnte, dass er mal ein Organ bräuchte.
    Wie sieht wohl die Relation von Eltern aus, die ein Organ für ihr Kind nehmen würden, wenn es eines bräuchte, zu denen die ein Organ ihres Kindes spenden würden um ein anderes Kind zu retten.
    Ich wette, die Mehrheit nimmt ein Organ, will aber sein “komplettes” Kind
    bestatten, also nicht spenden.

    Solange solche Gesichtspunkte aus Feigheit vor dem Wahlvolk, nicht oder nur am Rande behandelt werden, bleibt die Politik unglaubwürdig.

    Und inbesondere die Glaubwürdigkeit ist ein Problem der FDP, wie man am ersten Kommentar sehen kann.

    christof röbke