Eröffnung der Grünen Woche in Berlin

Rainer Erdel

Rainer Erdel

Die Internationale Grüne Woche in Berlin ist seit über 80 Jahren eine feste Größe im Kalender der Land- und Ernährungswirtschaft. Vergangenes Jahr nutzten 400.000 Besucher die Möglichkeit sich aus erster Hand über neue Entwicklungen in diesem Bereich zu informieren. Wenn die Messe vom 20.1. bis 29.1.2012 wieder öffnet, werden wohl ähnlich viele Besucher kommen.

Für mich als Agrarpolitiker und aktiver Landwirt ist die Grüne Woche eine ausgezeichnete Gelegenheit, mich mit den verschiedenen Verbänden, Unternehmen und Akteuren im landwirtschaftlichen Bereich auszutauschen.

So wie ich werden auch meine Kollegen aus der AG Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zahlreiche Termine auf der Grünen Woche wahrnehmen. Unter anderem werde ich dabei die Waldbesitzer, den Bundesverband der Maschinenringe, die Milchindustrie und den Bundesverband der Regionalbewegungen besuchen und mit ihnen diskutieren.

Als Berichterstatter für Erneuerbare Energien und Nachwachsende Rohstoffe im Agrarausschuss werde ich vor allem bei den in diesem Bereich aktiven Verbänden und Unternehmen vorbeischauen und mich mit ihnen bezüglich der neuesten Entwicklungen austauschen. Im Zuge der Energiewende haben wir als schwarz-gelbe Koalition die Weichen für die Fortentwicklung der Erneuerbaren Energien gestellt. Besonders im Bereich der Biomasse und der Biogasproduktion gab es einschneidende Veränderungen. Frühzeitige Einschätzungen wie diese Änderungen in der Branche gesehen werden, sind dabei außerordentlich wertvoll.

Rainer Erdel ist selbst Landwirt

Rainer Erdel ist selbst Landwirt

Ein anderes großes Thema welches nicht nur auf der Grünen Woche 2012, sondern sicherlich auch in den nächsten Jahren eine große Rolle spielen wird, ist die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP). Hier geht es darum, zielgerichtet auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren. Eine steigende Weltbevölkerung muss mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln versorgt werden, außerdem muss die Landwirtschaft ihren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten und die biologische Vielfalt erhalten. Besonders für uns als Liberale gilt es dabei sicherzustellen, dass die Landwirte nicht noch stärker unter der bereits jetzt überbordenden Bürokratie zu leiden haben.

Wir haben als schwarz-gelbe Koalition mit der „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ ein ehrgeiziges Projekt in Angriff genommen. Unter Beteiligung aller relevanten Akteure haben wir Zielvorstellungen und Lösungsansätze für nahezu alle großen Themen entwickelt, die Landwirtschaft und Verbraucher betreffen. Dabei spannen wir den Bogen von weltweiter Ernährungssicherung, Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum, Nahrungsmittelqualität und -sicherheit bis hin zur Biomassenutzung und der damit einhergehenden Flächenkonkurrenz. Diese Charta, zu der wir uns als FDP-Agrarier häufig auch kritisch aber stets konstruktiv eingebracht haben, wird durch Ministerin Aigner auf der Internationalen Grünen Woche vorgestellt und sicherlich auf große Resonanz treffen.

Landwirte sind leistungsbereite, mittelständische Unternehmer. Sie wollen selbstbestimmt unternehmerische Entscheidungen treffen und möglichst zu Marktbedingungen ein annehmbares Auskommen haben. Gerade als Liberale stehen wir den Landwirten darum sehr nahe. Ich freue mich, dass wir als FDP-Bundestagsfraktion auch dieses Jahr mit einem eigenen Empfang, einer Podiumsdiskussion und einem Messerundgang des Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle auf der Internationalen Grünen Woche eine starke Präsenz zeigen. Vielleicht schauen Sie ja auch vorbei?

Ihr

Rainer Erdel

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