“Ist der Euro noch zu retten?”

Oliver Luksic

Oliver Luksic

Als im letzten Frühjahr Europa den Atem anhielt und die internationale Finanzwelt bangend auf den Euro blickte, war politisches Handeln gefordert. Als Europapolitiker blickte auch ich mit Sorgen nach Griechenland und setzte mich intensiv zusammen mit meinen Kollegen mit der Frage auseinander, was nun zu tun sei. Die Fernsehbilder aus Griechenland zeigten gewalttätige Demonstranten auf dem Syntagmaplatz im Herzen Athens.

Wie konnte es überhaupt soweit kommen, dass ein Mitgliedsland der Wirtschafts- und Währungsunion so nah an den finanzpolitischen Abgrund rutschen konnte? Versagte die griechische Politik? Versagte die Europapolitik? Ist „Spekulation“ der Märkte das Problem? Und wie konnte es passieren, dass ein Land kontinuierlich frisierte Haushaltsdaten nach Brüssel liefern konnte? Mit Hintergrundinformationen aus dem politischen Berlin möchte ich diese Fragen beantworten. Sie bewegten im Frühjahr letzten Jahres viele Bürger, nicht nur in Deutschland. Die Entscheidungen, die im Mai vergangenen Jahres getroffen wurden, waren unter den damaligen Umständen notwendig. Doch die eilig geschnürten Rettungspakete entschärften die Situation nur zum Teil – sie verhinderten aber nicht die Spekulationen gegen einzelne Statten selbst oder gar den Euro. Aus liberaler Sicht können und dürfen staatliche Rettungspakete dauerhaft keine Lösung sein.

Da der Erklärungsbedarf bei den Bürgern riesig ist, kam ich auf die Idee ein Buch zu diesem Thema zu schreiben. Ich bin der Überzeugung, dass wir im Kern nicht eine Währungs- sondern eine Staatsschuldenkrise haben. Finanzmarktkrise und Staatsverschuldungskrise hängen miteinander zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Der Euro wird nicht scheitern, weil er im Kern stabil ist. Rettungspakete sind aber nicht „alternativlos.“ Wer die Schuldenlawine stoppen und die Akzeptanz des Euros nicht gefährden will, muss ein Interesse daran haben, dass es harte Regeln für einen harten Euro gibt. Nun ist mein Buch „Zwischen Finanzmarktkrise und Staatsbankrott – ist der Euro noch zu retten?“ im Nomos – Verlag erschienen und ab sofort im gut sortierten Buchhandel zu finden. Ich freue mich auf Ihr/Euer Feedback!

Oliver Luksic

Weitere Informationen zum Buch gibt es auch auf meiner Homepage.

About these ads

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.