Sebstian Blumenthal: Freiheit und Datenschutz sind kein Widerspruch

Tagtäglich bewegen wir uns wie selbstverständlich im Netz, schreiben Emails, chatten, suchen Informationen, erledigen Bankgeschäfte, shoppen, schauen uns Videos an, tauschen uns in sozialen Netzwerken aus und vieles mehr. Das Netz bietet uns unzählige Möglichkeiten und Chancen, doch das Netz birgt auch Risiken. Daher ist der bewusste Umgang mit persönlichen Daten und der Schutz dieser Daten eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre.

Freiheit und Datenschutz sind kein Widerspruch

Auf Initiative der EU-Kommission findet heute der „Safer Internet Day“ statt. Dieser Tag soll dazu dienen über die Risiken im Netz zu informieren und die Sensibilität im Umgang mit persönlichen Daten im Internet fördern. Die FDP-Bundestagsfraktion unterstützt dieses Anliegen.
Wir Liberale wollen die Freiheit des Internets stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, dürfen Datenschutz und Datensicherheit kein Widerspruch zur Freiheit im Internet sein. Die FDP–Bundestagsfraktion wirbt bei Internetnutzern um einen eigenverantwortlichen und aufmerksamen Umgang mit persönlichen Daten im Netz. Information über Datenschutzrisiken und eine Stärkung der Medienkompetenz der Nutzer – unabhängig vom Alter – ist uns ein zentrales Anliegen. Jeder Nutzer sollte in der Lage sein eigenverantwortlich über seine Daten zu verfügen, Risiken zu erkennen, zu bewerten und danach zu handeln. So sollte z.B. jeder Nutzer aufmerksam die AGBs seines Servicedienstleisters (z.B. Betreiber eines Social Networks) lesen, um zu erfahren, welche seiner persönlichen Angaben ggf. an Dritte weitergegeben werden könnten.
Nutzer sollten sich hier den Angeboten im Internet nicht einfach unterwerfen, sondern Ihre Rechte auch einfordern. So konnten in diesem Bereich – gerade auch von Nutzern ausgehend – Erfolge bei Änderungen von solchen AGBs in Social Networks erzielt werden. Wenn User sensibel auf potentielle Missbrauchsmöglichkeiten reagieren und ihre Interessen organisieren, wie zum Beispiel bereits vor längerer Zeit bei StudiVZ oder in jüngerer Vergangenheit bei Facebook geschehen, dann können sie nicht nur andere User informieren, sondern auch Veränderungen auf Anbieterseite herbeiführen. Für einen sensiblen Umgang mit persönlichen Daten ist jedoch Transparenz ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Daher prüft das Bundesjustizministerium mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger an der Spitze die Gründung einer Datenschutzstiftung. Ähnlich wie die “Stiftung Warentest” könnte eine solche Stiftung Verbraucher über die Sicherheit von Angeboten informieren. Dies würde nach Meinung der Liberalen eine massive Stärkung der Verbraucherrechte bringen.
Der „Safer Internet Day“ bietet eine gute Gelegenheit das eigene Nutzerverhalten einmal kritisch zu hinterfragen und sich über Sicherheit im Internet zu informieren, hilfreich sind hierfür zum Beispiel die Seite der EU-Kommission www.klicksafe.de, aber auch die Homepage des German Privacy Foundation e.V..

Eltern sollten sich mit ihren Kindern vor den PC setzen

Der bewusste Umgang mit dem Netz ist auch für Kinder und Jugendliche, die sich zumeist täglich im Netz bewegen, besonders wichtig. Daher sollten gerade Eltern sich gemeinsam mit ihren Kindern vor den PC setzen und dafür interessieren, was diese dort machen und sich von ihnen erklären lassen, wie sie mit ihren Schulkameraden und Freunden kommunizieren. So können Kinder auf Risiken aufmerksam gemacht und ihnen ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Daten nahegebracht werden. Kinder und Jugendliche sollten wissen was mit ihren Daten im Netz passiert und sich beispielsweise bewusst darüber sein, dass ein einmal hochgeladenes Foto aus dem Netz nicht einfach gelöscht werden kann, da dieses Foto unter Umständen bereits an anderen Stellen abgelegt wurde.

Je bewusster wir mit unseren Daten umgehen, desto geringer sind die Möglichkeiten des Missbrauchs durch Dritte. Durch einen verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Daten können wir die Chancen und Potentiale, sowie Mehrwert des Internet nutzen und die größtmögliche Freiheit im Netz bewahren – damit Freiheit und Datensicherheit im Internet kein Widerspruch werden.

Ihr/Euer Sebastian Blumenthal

Mehr zum Thema auch auf http://www.sebastian-blumenthal.de und auf youtube.de/fdpfraktion:Nutzer sollen eigenverantwortlich mit Daten im Internet umgehen

2 Antworten zu Sebstian Blumenthal: Freiheit und Datenschutz sind kein Widerspruch

  1. ich stimme zu,aber viel bedeklicher halte ichdas aufgrund einer spende mwst für eine branche gesenkt wurde anstatt senkung mwst für medikamente vovon ja nur das dumme wahlvolk etwas hätte.das zeigt die einstellung und ich bin mir sicher die fdp bekommt die rechnung bei der wahl in nrwund fliegt aus dem landtag

  2. Habe bei der Bundestagswahl 2009, in der Hoffnung halbwegs vernünftige Personen in der Regierung zu sehen, FDP gewählt. Das kommt mit Sicherheit nicht wieder vor. Das Agieren Ihrer “Westerwelle” läßt mir und vielen ehemaligen FDP-Wählern nur die Möglichkeit zukünftig die Grünen zu wählen. Die NRW-Wahl wird es Ihnen beweise.
    Schade um wirklich liberales Gedankengut.