
Markus Löning
Gerade in den Zeiten der galoppierenden Krise tut das Not. Denn wer täglich in die Zeitung schaut, versteht gar nichts mehr. Ein Steinbrück, der gestern noch gegen ein Konjunkturprogramm war, ist heute der größte Fan einer zweiten, staatlich verordneten Investitionsspritze. Frei nach dem Motto, „Hoppla, jetzt komme ich.“ Und auch die ach so wirtschaftsliberale Kanzlerin hat ihr Fähnchen schön längst neu ausgerichtet.
Die Welt spielt verrückt. Und nach den notwendigen ersten schnellen Rettungsmaßnahmen nach dem Lehman-Zusammenbruch scheint plötzlich der Staat die Lösung aller Probleme. 50-Milliarden-Euro-Programme sind scheinbar kein Problem mehr. Verkehrte Welt, in der nur noch die Liberalen an ihren Grundsätzen festhalten und nicht nur heute an morgen denken, sondern sich auch an gestern erinnern.
Ich verstehe gut, wenn viele Bürgerinnen und Bürger von der Komplexität der Fragen überfordert sind. Und hier kommt das Web 2.0 ins Spiel. Dialog statt Frontalbelehrung, Diskussion statt Unterweisung. Und aus meinen Bürgersprechstunden und Bürgerbriefen konnte ich schon bisher manche Anregung aufnehmen. Politik wächst von unten. Fragen Sie, diskutieren Sie mit uns. Denn wir sind Ihre Abgeordneten.
Wir Liberalen sind die, die sich immer wieder auf die ganz einfachen Sachen zurückbesinnen. Zum Beispiel, dass auch die Krise nicht dazu führen kann, dass alles vorher Gesagte nicht mehr gilt. Oder dazu, für ganz anderes instrumentalisiert zu werden. Während die anderen Parteien ganz hochideologisch diskutieren, denken wir ans Nächstliegende. Nämlich, dass der Staat eben nicht alles richten wird, sondern Konjunkturaufschwung kommt, wenn über Steuersenkung die Binnennachfrage steigen kann.
Deshalb nutzen wir Netzwerke wie Facebook und Xing, um liberale Themengruppen zu starten. Bundesweit, bei uns in Berlin auch auf Landesebene (www.fdp-berlin.de, bei Facebook als eigene Gruppe FDP Berlin). YouTube ist ein klasse Fenster, damit politische Reden über den „Closed Shop“ Bundestag oder andere Veranstaltungen hinaus bekannt werden können. Sie selbst können mitreden und kommentieren. Über RSS-Feeds bleiben Sie aktuell informiert. Politik zum Anfassen.
Lessons learned: Wir versprechen Ihnen, das Web dazu zu nutzen, mit Ihnen zu reden, für Kampagnen, damit sie über die Wahl hinaus Ihre Stimme erheben und Ihre Position sichtbar machen können. Zum Beispiel für eine aktive Bildungspolitik in Berlin. Schauen Sie mal in unsere Mitmacharena: http://mitmachen.fdp.de. Ob Spenden, laufende Infos zu bestimmten Themen, Diskussionen oder Videos. Wir bringen die Politik auf den Punkt. Wenn nicht, schreiben Sie mir. Ich freue mich.
Ihr Markus Löning
1 Antwort bis hierher ↓
RexCramer // 3. Februar 2009 um 8:42
Lieber Herr Löning,
das klingt alles sehr schön. Dann brauchen Sie ja nur noch zu lernen, was ein Blog ist.
MfG
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